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"Vanitas"
Christel Rietze
Ausstellung in der Galerie
des Kunstvereins Schrobenhausen, Liebfrauengasse 5 (Hinterhof)

13. Februar - 6. März 2011,
Sa. und So. 11-17 Uhr

"Lichtbilder"
Lothar Schiffler
Vernissage:
Sonntag 27. März 2011 um 11:00 Uhr

Galerie des Kunstvereins
Liebfrauengasse 5 (Hinterhof), Schrobenhausen

Begrüßung: Siegfried Sig Fabig
Einführung: Lothar Schiffler

Ausstellungsdauer: 27. März bis
25. April 2011
Öffnungszeiten: Sa., So. und Feiertage
von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

.

Vernissage:
So., 25. September 11:00 Uhr

Bilder und Grafiken von:
Melanie Wagner, Florian Rätzer,
Daniel Parnitzke und Rene Wagenhuber

Begrüßung:
Raphael Gall

Einführende Worte:
Richard Gruber

25. September – 9. Oktober
Sa., So., Fei., 11:00 – 17:00 Uhr

Schrobenhausener Zeitung/Donau Kurier vom 18.11.2011

Genug der Worte? Von wegen

Schrobenhausen (SZ) „Blah blah blah“, tönt es den Besuchern der Galerie des Schrobenhausener Kunstvereins entgegen. Die Soundmaske von Nik Richter ist eines der Kunstwerke, das im Rahmen der Paarkunst zu sehen ist. „Kunst und ein PAAR Worte“ ist das Motto der neuen Ausstellung.

Es dreht sich alles um Worte. Gesprochene, gemalte, geschriebene oder gedachte Worte. Oder um die Paar, das Flüsschen, das die sieben Gemeinden, die sich in diesem Jahr an der Paarkunst beteiligen, verbindet. Als Aichach vor drei Jahren zum ersten Mal im Rahmen des bayernweiten Festivals „Kunsträume Bayern“ das Projekt Paarkunst initiierte, seien es mit Friedberg und Dasing insgesamt drei Gemeinden gewesen, die sich daran beteiligten, erinnerte Bürgermeister Karlheinz Stephan. „Inzwischen hat das Projekt eine erstaunliche Entwicklung genommen.“

Seit 2010 ist Schrobenhausen mit an Bord. Die Landkreisgrenze sei kein Grund, sich nicht zu beteiligen, sagte Stephan. „Das Schöne an diesem Projekt ist, dass es die Gelegenheit bietet, das Miteinander zwischen Politik und Kunst zu demonstrieren.“ Ein Miteinander, das sich auch darin zeigte, dass Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann als Vertreter der anderen sechs schwäbischen Gemeinden entlang der Paar (Kühbach, Aichach, Dasing, Friedberg, Kissing, Mering), die bei der Paarkunst mitmachen, zur Eröffnung der Ausstellung gekommen war. Auf dem Programm, das die Gemeinden dafür zusammengestellt haben, finden sich unter anderem Literarisches, Lesungen, Improvisation, Film, Theater, Installationen und Ausstellungen.

Genug der Worte? Von wegen. Es dreht sich ja eben alles um „ein paar Worte“ und bei der Ausstellung im Kunstverein ganz konkret um die Gedanken, die sich acht Künstler dazu gemacht haben. Heraus gekommen sind dabei ganz unterschiedliche Arbeiten.

Brigitte Schuster hat ihre „Geheime Botschaft“ in Glasmalerei auf Echt-Antikglas versteckt. Wolfgang Classen macht lieber ein „paar Worte weniger“ und lässt dafür auf seinen Fotos die Eindrücke der Paar sprechen. Von der Paar hat sich auch Steffi Laquai bei ihrem Holzdruck inspirieren lassen, ihrer „vegePaartion“. „Sehen, Lesen, Verstehen“ fragt Sig Fabig in seiner Arbeit.

In einer Mischung aus Digitalgrafik und Handzeichnung hat Nik Richter seine Vorstellung eines Quatschwerks oder einer Jasagermaschine festgehalten. Richard Gruber hat seinen Holzfiguren Sprechblasen verpasst, Max Biller hat „Platos Höhlengleichnis“ in Wort und Bild ausgedrückt, während Angelika Schweiger im „Paradies“ mit den Buchstaben spielt.

Mit Worten und Gedanken spielten bei der Eröffnung Vorsitzender Sig Fabig und Richard Gruber. Unter dem Pseudonym Sigfried Fabelhaft und Reichard Grübler warfen sie sich Worte zu und ließen sie „mäandern“, um die Gelassenheit und Kunstfreude der Besucher zu intensivieren. Sinntiefe werde sich in der Paartiefe wie Hochwasser erheben, versprachen die beiden und ließen ihren philosophischen Gedanken freien Lauf. Angefangen bei dem Stichwort Nürnberg über das Wort und „Liberitas Bavarica“ kamen sie zu ihrem Fazit. Künstler müssten gehegt und gepflegt werden, sagte Fabig. Ein augenzwinkernder Hinweis darauf, dass die ausgestellten Objekte auch gekauft werden können. Die Ausstellung ist in der Galerie des Kunstvereins in der Liebfrauengasse 5 bis zum 6. November zu sehen. Geöffnet ist sie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Bilder zur Ausstellung sind auf der von Wolfgang Classen neu gestalteten Homepage unter www.kunstverein-schrobenhausen.de zu sehen







Wie Lothar Vietzke die Stadt sieht
(DK 2.12. 2011)


Schrobenhausen (SZ) Es gibt viele Wege, wie man Schrobenhausen entdecken kann. Lothar Vietzke macht das mit der Kamera. Einmal im Jahr zeigt er in einer Ausstellung, was dabei herausgekommen ist. An diesem Wochenende stellt er wieder in der Galerie des Kunstvereins aus.

Schrobenhausen: Wie Lothar Vietzke die Stadt sieht

Fotokünstler Lothar Vietzke (unten rechts) hat seinen ganz eigenen Blickwinkel für Schrobenhausen. Ungeschminkt, ehrlich und doch geprägt von der Zuneigung zu seiner Stadt präsentiert er an diesem Wochenende im Kunstverein neue Arbeiten - Fotos: Vietzke

Und nicht nur das: Vietzke hat seine Bilder auch heuer wieder zu einem Kalender zusammengefasst, den es unter dem Motto „Mein Schrobenhausen“ in einer Kleinauflage gibt.

Vietzke mag Schrobenhausen, und das sieht man vielen seiner Bilder auch an. Er verhehlt aber bisweilen nicht den kritischen Blick auf manche Stellen im Ortsbild, die womöglich kein Postkartenmotiv hergeben. „Es sind eben meine Blickwinkel“, sagt Vietzke dazu nur.

Lothar Vietzke ist eigentlich als Bildhauer bekannt geworden; etliche seine Arbeiten zieren bis heute das Stadtbild, etwa vor dem Eingang zur Grundschule oder an den Altstadthäusern in der Ulrich Peisser Gasse. Eines Tages hakte er das Thema Bildhauerei ab und wandte sich der Fotografie und der Videokunst zu. Seine Streifzüge mit der Kamera durch Schrobenhausen sorgen nun schon seit einigen Jahren für Aufsehen.